Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)
Version 1.0 · Gültig ab 25. September 2026 · Zuletzt geprüft am 25. September 2026
Kurz gesagt
ChatNow ist ein kostenloser Chat für Erwachsene, betrieben von Skyline Online LLC; du darfst ihn nur nutzen, wenn du mindestens 18 Jahre alt bist und die Altersverifikation in jeder Sitzung bestehst. Sexuelles zwischen Erwachsenen, die beide zugestimmt haben, ist in den dafür vorgesehenen Chaträumen erlaubt; alles mit Bezug auf Minderjährige, alles Nicht-Einvernehmliche, Hass, Angriffe auf Personen, Betrug und illegale Märkte sind nie erlaubt (§ 6). Moderatoren und automatische Werkzeuge setzen die Regeln durch; jede Sanktion wird begründet, und du kannst sechs Monate lang kostenlos Einspruch einlegen, über den ein anderer Mensch entscheidet (§ 9). Du bleibst Inhaber deiner Inhalte, Änderungen dieser AGB gelten nur mit deiner aktiven Zustimmung, und es gilt deutsches Recht.
§ 1 Geltungsbereich und Anbieter
(1) Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) gelten für alle Nutzerinnen und Nutzer von ChatNow, dem unter chat-now.eu erreichbaren Dienst – Gäste wie Mitglieder –, einschließlich der Chat-Anwendung, aller Chaträume, privaten Nachrichten, Fotos, Sprachnachrichten, Webcam-Funktionen, Profile und Nutzernamen sowie der kostenpflichtigen Option ChatNow Premium.
(2) Anbieter ist Skyline Online LLC, Gesellschaft mit beschränkter Haftung (Limited Liability Company) nach dem Recht des Bundesstaates New Mexico, Vereinigte Staaten von Amerika, 1209 Mountain Road Place NE, Ste N, Albuquerque, NM 87110, USA, vertreten durch den Managing Member (geschäftsführendes Mitglied). Die vollständigen Angaben, der gesetzliche Vertreter in der EU gemäß Art. 13 DSA und die zentrale Kontaktstelle für Nutzerinnen und Nutzer gemäß Art. 12 DSA stehen im Impressum. Die Kontaktstelle für Nutzer erreichst du unter contact@chatnow.fr, in deutscher oder englischer Sprache; sie arbeitet nicht ausschließlich automatisiert.
(3) Bestandteil dieser AGB sind die Community-Regeln. Welche Inhalte und Verhaltensweisen auf ChatNow untersagt sind, beschreibt § 6 (Art. 14 Abs. 1 der Verordnung (EU) 2022/2065, Gesetz über digitale Dienste, DSA). Bei Widersprüchen zwischen den Community-Regeln und diesen AGB gehen diese AGB vor.
(4) Vertragssprache ist Deutsch. Du kannst diese AGB jederzeit auf dieser Seite abrufen, ausdrucken und in wiedergabefähiger Form speichern (§ 312i Abs. 1 Nr. 4 BGB). Abweichende Bedingungen von Nutzern gelten nicht.
(5) Diese AGB richten sich an Verbraucherinnen und Verbraucher im Sinne des § 13 BGB. Eine gewerbliche Nutzung von ChatNow ist nicht gestattet.
§ 2 Nur für Erwachsene – Altersverifikation
(1) Die Nutzung von ChatNow ist ausschließlich volljährigen Personen (ab 18 Jahren) gestattet. ChatNow enthält Chaträume, die ausschließlich für einvernehmliche sexuelle Gespräche zwischen Erwachsenen bestimmt sind. Der gesamte Dienst wird deshalb als geschlossene Benutzergruppe im Sinne des § 4 Abs. 2 Satz 2 Jugendmedienschutz-Staatsvertrag (JMStV) betrieben.
(2) Vor dem Zugang zu einem Chatraum, zu privaten Nachrichten, Bildern, Sprachnachrichten oder zur Webcam musst du in jeder Sitzung die Altersverifikation bestehen. Das gilt für Gäste und für Mitglieder gleichermaßen; einen Zugang ohne Altersverifikation gibt es nicht. Die Altersverifikation führt der unabhängige Dienstleister AgeVerif durch. Er erfährt nicht, für welchen Dienst er prüft; wir erhalten nur das Ergebnis „Ja“ oder „Nein“, das für die laufende Sitzung gilt und danach nicht aufbewahrt wird. Das Verfahren orientiert sich an den Kriterien der KJM (AVS-Raster) und am europäischen Ansatz (Leitlinien der EU-Kommission zu Art. 28 DSA vom 14. Juli 2025). Eine bloße Altersangabe oder ein Klick auf „Ich bin über 18“ ist keine Altersverifikation. Einzelheiten stehen im Abschnitt Altersverifikation der Seite Jugendschutz und Altersverifikation.
(3) Du darfst deinen Zugang, dein Konto oder das Ergebnis deiner Altersverifikation nicht an andere Personen weitergeben, die Altersverifikation nicht umgehen und keiner minderjährigen Person den Zugang zu ChatNow ermöglichen.
(4) Bestehen tatsächliche Anhaltspunkte dafür, dass ein Nutzer minderjährig ist oder die Altersverifikation umgangen hat, sperren wir den Zugang sofort, löschen die Daten der betroffenen Person nach Maßgabe der Datenschutzerklärung und erstatten bei Anhaltspunkten für eine Straftat Anzeige. Ein Vertrag mit einer minderjährigen Person kommt nicht zustande.
§ 3 Vertragsschluss, Gastzugang und Konto
3.1 Gastzugang
Als Gast wählst du einen Nutzernamen (3 bis 20 Zeichen) und gibst Geschlecht, Alter und Wohnort an; eine E-Mail-Adresse ist nicht erforderlich. Der Nutzungsvertrag kommt zustande, wenn du nach dem Hinweis auf diese AGB und die Community-Regeln den Chat betrittst. Inhalte von Gästen werden 24 Stunden nach dem Verlassen des Chats gelöscht.
3.2 Konto (Mitgliedschaft)
Mit der Registrierung eines Kontos (E-Mail-Adresse, Passwort mit mindestens 12 Zeichen, Geburtsdatum, Geschlecht; wahlweise über „Mit Google anmelden“) kommt der Nutzungsvertrag über ein Konto zustande. Wir bestätigen den Zugang deiner Registrierung unverzüglich per E-Mail. Jede Person darf nur ein Konto führen. Deine Angaben zu Alter und Geschlecht müssen wahr sein.
3.3 Zugangsdaten
Du hältst dein Passwort geheim und gibst dein Konto nicht weiter. Pro Konto ist nur eine gleichzeitige Sitzung möglich. Hast du den Verdacht, dass Dritte dein Konto nutzen, änderst du dein Passwort und informierst uns unter contact@chatnow.fr. Für Handlungen unter deinem Konto bist du verantwortlich, soweit du sie zu vertreten hast.
3.4 Kostenloses Konto als Vertrag über ein digitales Produkt
Gastzugang und Konto sind kostenlos. Weil du uns dabei personenbezogene Daten bereitstellst, die wir nicht ausschließlich zur Erfüllung des Vertrags oder gesetzlicher Pflichten verarbeiten, gelten die Vorschriften über Verbraucherverträge über digitale Produkte (§ 327 Abs. 3 BGB) und über Fernabsatzverträge (§ 312 Abs. 1a BGB). Dir steht ein gesetzliches Widerrufsrecht von vierzehn Tagen zu, das unter den Voraussetzungen des § 356 Abs. 5 Nr. 1 und Abs. 6 Nr. 1 BGB vorzeitig erlischt; da du das kostenlose Konto jederzeit löschen kannst, hat es praktisch keine Bedeutung. Näheres steht auf der Seite Widerrufsbelehrung und ChatNow Premium.
3.5 ChatNow Premium
Der Vertrag über ChatNow Premium kommt zustande, wenn du im Bestellvorgang die Schaltfläche „zahlungspflichtig bestellen“ betätigst und wir die Bestellung per E-Mail bestätigen (§ 312j Abs. 3 und 4 BGB). Einzelheiten regelt § 13.
§ 4 Leistungen, Verfügbarkeit und Aktualisierungen
(1) ChatNow stellt dir öffentliche Chaträume (darunter den Chatraum „Deutsch“ und thematische Chaträume), private Nachrichten, das Teilen von Fotos, Sprachnachrichten, die Webcam im Chatraum und im privaten Gespräch, ein Profil mit optionaler Bio und Galerie (bis zu 10 Fotos), Kontakte sowie Funktionen zum Blockieren, Stummschalten und Melden zur Verfügung. Die Webcam wird per WebRTC über die Medienserver von ChatNow weitergeleitet und von ChatNow niemals aufgezeichnet.
(2) Wir stellen ChatNow mit der Sorgfalt eines ordentlichen Anbieters bereit. Wartungsarbeiten, Sicherheitsmaßnahmen, Störungen bei Dritten (Hosting, Netzbetreiber) und Angriffe können die Verfügbarkeit vorübergehend einschränken. Einen Anspruch auf eine bestimmte Verfügbarkeit oder auf den Fortbestand einzelner Funktionen gibt es nicht; Änderungen an einem digitalen Produkt, die über die Erhaltung der Vertragsmäßigkeit hinausgehen, nehmen wir nur nach § 327r BGB vor.
(3) Wir stellen während der Vertragslaufzeit die Aktualisierungen bereit, die für den Erhalt der Vertragsmäßigkeit des Dienstes erforderlich sind, einschließlich Sicherheitsaktualisierungen, und informieren dich darüber (§ 327f BGB). ChatNow läuft in aktuellen Browsern auf Computern und Mobilgeräten ohne Installation.
(4) Für Gastzugang, Konto und Premium gilt das gesetzliche Mängelhaftungsrecht für digitale Produkte (§§ 327d ff. BGB): Bei einem Mangel kannst du Nacherfüllung verlangen, den Vertrag beenden oder – bei Premium – den Preis mindern und Schadensersatz nach § 10 verlangen.
§ 5 Pflichten der Nutzer
(1) Du nutzt ChatNow nur zu privaten Zwecken, im Einklang mit dem geltenden Recht, diesen AGB – insbesondere den Verboten des § 6 – und den Community-Regeln.
(2) Untersagt sind ferner automatisierte Konten, Bots, Scraper, automatisierte Nachrichten, das Fluten von Chaträumen, Massennachrichten, Werbung und Affiliate-Links, das Umgehen einer Sperre, das Führen mehrerer Konten, Eingriffe in die Systeme von ChatNow sowie das Aufnehmen, Mitschneiden, Festhalten per Screenshot oder Weiterverbreiten von Webcam-Übertragungen, Stimmen, Sprachnachrichten, Fotos oder privaten Nachrichten anderer Nutzer ohne deren Zustimmung (§ 201a StGB; § 22 Kunsturhebergesetz). ChatNow selbst zeichnet Bild und Ton der Webcam nie auf.
(3) Du gibst dich nicht als andere Person, als Moderator oder als Team von ChatNow aus und wählst keinen Nutzernamen, der beleidigend, irreführend oder rechtsverletzend ist.
§ 6 Verbotene Inhalte und Verhaltensweisen
(1) Dieser Paragraf beschreibt die Beschränkungen, die wir nach Art. 14 Abs. 1 DSA für Inhalte der Nutzer festlegen, und führt die Community-Regeln im Einzelnen aus. Er gilt für alle Inhalte: öffentliche Chaträume, private Nachrichten, Fotos, Sprachnachrichten, Webcam, Profile und Nutzernamen. Die Grenze verläuft nicht beim Sexuellen an sich, sondern bei Einvernehmlichkeit, Alter und Rechtmäßigkeit.
(2) Zu jedem Verbot nennen wir die Norm des Strafgesetzbuchs (StGB) oder eines anderen Gesetzes, die es schützt; die Verbote gehen teilweise über das Strafrecht hinaus, ChatNow darf strengere Maßstäbe anlegen als das Strafrecht. Die Gesetzestexte findest du bei gesetze-im-internet.de. Verstöße werden nach § 8 sanktioniert.
6.1 Schutz von Minderjährigen und sexuelle Selbstbestimmung
Die positive Regel zuerst: Frag, bevor du etwas Explizites schickst, und akzeptiere ein Nein. Sexuelle Inhalte sind nur zwischen Erwachsenen erlaubt, die beide zugestimmt haben, nur in den als Erwachsenenräume gekennzeichneten Chaträumen oder in privaten Nachrichten, wenn die andere Person es ausdrücklich möchte – und niemals unaufgefordert (§ 184 Abs. 1 Nr. 6 StGB, unaufgefordertes Zugänglichmachen pornographischer Inhalte). Nie erlaubt ist:
- Jede Anwesenheit von Minderjährigen und jede sexuelle Kommunikation mit oder über Personen unter 18 Jahren oder Personen, die sich als solche darstellen – einschließlich Rollenspielen und „Witzen“ (§ 176 Sexueller Missbrauch von Kindern; § 176a Sexueller Missbrauch von Kindern ohne Körperkontakt mit dem Kind; § 176b Vorbereitung des sexuellen Missbrauchs von Kindern – Cybergrooming; § 176e Verbreitung und Besitz von Anleitungen zu sexuellem Missbrauch von Kindern; § 184 Verbreitung pornographischer Inhalte an Minderjährige).
- Missbrauchsdarstellungen in jeder Form, auch virtuelle, gezeichnete oder KI-erzeugte Darstellungen (§ 184b Verbreitung, Erwerb und Besitz kinderpornographischer Inhalte; § 184c Verbreitung, Erwerb und Besitz jugendpornographischer Inhalte; § 4 Abs. 1 Nr. 9 und 10 JMStV). Jeder Fund wird den zuständigen Behörden gemeldet.
- Gewalt- und Tierpornographie (§ 184a Verbreitung gewalt- oder tierpornographischer Inhalte).
- Intime Aufnahmen anderer ohne deren Zustimmung – teilen, anfordern, damit drohen – sowie heimliche Aufnahmen (§ 201a Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereichs und von Persönlichkeitsrechten durch Bildaufnahmen; § 184k Verletzung des Intimbereichs durch Bildaufnahmen).
- Sexualisierte oder herabwürdigende Deepfakes einer realen Person (vertragliche Regel, gestützt auf §§ 823, 1004 BGB, § 22 Kunsturhebergesetz, §§ 185 ff. StGB; bei Minderjährigen §§ 184b, 184c StGB).
- Sextortion: Drohen mit der Veröffentlichung intimer Inhalte, um Geld, weitere Aufnahmen oder Handlungen zu erlangen (§ 253 Erpressung; § 240 Nötigung).
- Bezahlte sexuelle Dienstleistungen anbieten, suchen, vermitteln oder bewerben, und jede Form von Zwang oder Ausbeutung (§ 232 Menschenhandel; § 232a Zwangsprostitution; § 32 Abs. 3 Prostituiertenschutzgesetz).
6.2 Hass und Extremismus
- Propaganda, Symbole und Kennzeichen verfassungswidriger oder terroristischer Organisationen (§ 86 Verbreiten von Propagandamitteln verfassungswidriger und terroristischer Organisationen; § 86a Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger und terroristischer Organisationen).
- Unterstützung, Werbung oder Anleitung für terroristische Vereinigungen und Taten (§ 129a Bildung terroristischer Vereinigungen; § 129b Kriminelle und terroristische Vereinigungen im Ausland; § 91 Anleitung zur Begehung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat).
- Aufrufe zu Straftaten, Androhung von Straftaten und deren Billigung (§ 111 Öffentliche Aufforderung zu Straftaten; § 126 Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten; § 140 Belohnung und Billigung von Straftaten).
- Hass und Herabwürdigung wegen Herkunft, Religion, sexueller Orientierung, Behinderung, Geschlechtsidentität oder Geschlecht; Leugnung oder Verharmlosung des Holocaust (§ 130 Volksverhetzung). Widerspruch und Kritik sind erlaubt; Menschen zu entmenschlichen ist es nicht.
- Verherrlichende oder verharmlosende Darstellungen grausamer Gewalt (§ 131 Gewaltdarstellung).
- Aufforderung zu Suizid oder schwerer Selbstverletzung; Inhalte, die Anfälle auslösen sollen.
6.3 Angriffe auf Personen
- Beleidigen, unwahre Tatsachen behaupten oder verbreiten (§ 185 Beleidigung; § 186 Üble Nachrede; § 187 Verleumdung).
- Jemanden weiter kontaktieren oder verfolgen, nachdem die Person darum gebeten hat aufzuhören; Blockieren umgehen (§ 238 Nachstellung).
- Drohen mit Gewalt, Vergewaltigung oder schwerem Schaden; jemanden durch Drohung zu etwas zwingen (§ 241 Bedrohung; § 240 Nötigung).
- Doxing: echten Namen, Adresse, Arbeitgeber, Telefonnummer oder andere private Daten einer Person ohne ihre Zustimmung veröffentlichen (§ 126a StGB Gefährdendes Verbreiten personenbezogener Daten; §§ 823, 1004 BGB).
- Bilder einer erkennbaren Person ohne ihre Einwilligung verbreiten (§ 22 und § 33 Kunsturhebergesetz).
6.4 Betrug und Integrität der Plattform
- Romance-Scam, „Investment-Chancen“, Phishing-Links, Bitten um Geld oder Gutscheinkarten, gefälschte Gewinnspiele, gefälschte Profile zum Täuschen (§ 263 Betrug; § 263a Computerbetrug; § 269 Fälschung beweiserheblicher Daten).
- Ausspähen oder Abfangen von Daten, Einbruch in Konten oder Systeme, Handel mit erbeuteten Daten (§ 202a Ausspähen von Daten; § 202b Abfangen von Daten; § 202c Vorbereiten des Ausspähens und Abfangens von Daten; § 202d Datenhehlerei).
- Störung oder Beschädigung des Dienstes (§ 303a Datenveränderung; § 303b Computersabotage).
Bots, Massennachrichten, Werbung, Mehrfachkonten und das Umgehen einer Sperre regelt § 5 Abs. 2, die Weitergabe eines Kontos und das Umgehen der Altersverifikation § 2 Abs. 3.
6.5 Illegale Märkte
- Betäubungsmittel anbieten, suchen, vermitteln oder zu ihrem Konsum auffordern (§ 29 Betäubungsmittelgesetz – BtMG).
- Waffen oder verbotene Gegenstände anbieten, suchen oder Anleitungen zu ihrer Herstellung verbreiten (§ 52 Waffengesetz).
- Geldwäsche, gefälschte Dokumente, gestohlene Zugangsdaten oder andere illegale Waren und Dienstleistungen anbieten.
Zu eigenen Inhalten, Urheberrecht und dem Recht am eigenen Bild siehe § 7 Abs. 3.
§ 7 Inhalte und Nutzungsrechte
(1) Inhalte, die du auf ChatNow einstellst (Nachrichten, Fotos, Sprachnachrichten, Profiltexte, Webcam-Übertragungen), bleiben deine Inhalte. Du bist für sie verantwortlich.
(2) Du räumst uns das einfache, nicht ausschließliche, räumlich unbeschränkte, unentgeltliche Recht ein, deine Inhalte ausschließlich zum Zweck des Betriebs des Dienstes zu nutzen: Speicherung, Anzeige für andere Nutzer nach deinen Einstellungen, technische Anpassung und Weiterleitung, Erstellung von Vorschaubildern und Moderation. Das Nutzungsrecht endet mit der Löschung des Inhalts, vorbehaltlich gesetzlicher Aufbewahrungs- und Moderationspflichten. Eine Übertragung an Dritte, eine Unterlizenzierung, eine Nutzung zu Werbezwecken oder eine Verwendung zum Trainieren von KI-Modellen sind davon nicht umfasst.
(3) Du versicherst, dass du über die erforderlichen Rechte an deinen Inhalten verfügst, dass jede in Fotos, Sprachnachrichten oder Webcam-Übertragungen erkennbare Person volljährig ist und der Aufnahme und Verbreitung zugestimmt hat, und dass deine Inhalte keine Rechte Dritter verletzen. Fremde Werke – Fotos, Musik, Texte, Videos – teilst du nur mit Erlaubnis der Rechteinhaber. Das Recht am eigenen Bild (§§ 22, 33 Kunsturhebergesetz) und das Urheberrecht (§§ 97, 97a Urheberrechtsgesetz) anderer Personen achtest du.
(4) Inhalte anderer Nutzer darfst du nur innerhalb von ChatNow und nur im Rahmen der jeweiligen Funktion nutzen. Rechteinhaber melden Urheberrechtsverletzungen über den Abschnitt Urheberrechtsverletzung melden.
§ 8 Moderation, Meldeverfahren und Sanktionen
Dieser Paragraf enthält die Angaben nach Art. 14 Abs. 1 DSA zu den Beschränkungen, die wir Nutzerinnen und Nutzern auferlegen, zu den eingesetzten Verfahren und Werkzeugen sowie zu unserem Beschwerdemanagement (§ 9). Verantwortlich für Sicherheit und Moderation ist Gérald A., Leiter Trust & Safety.
8.1 Werkzeuge der Moderation
- Menschliche Moderatoren sind jeden Tag in den Chaträumen und bearbeiten Meldungen. Für nicht einvernehmlich geteilte intime Aufnahmen und für die Sicherheit von Minderjährigen besteht eine Bereitschaft rund um die Uhr.
- Asynchrone KI-Klassifizierung öffentlicher und privater Nachrichten: Nach dem Absenden wird der Text – nur der Text, ohne Nutzerkennungen – über die API von OpenAI (Modell GPT-4o-mini) auf eindeutige Verstöße geprüft. Eindeutige Verstöße werden entfernt und einem Moderator vorgelegt.
- Vorabprüfung der Profiltexte (Bio) vor der Freischaltung.
- Hash-Abgleich jedes hochgeladenen Bildes mit Datenbanken bekannter Missbrauchsdarstellungen (Project Arachnid, Canadian Centre for Child Protection) und mit der Datenbank von StopNCII gegen die erneute Verbreitung intimer Aufnahmen, deren Verbreitung Betroffene untersagt haben.
- Schutz der Plattform: Anti-Spam-Filter, Begrenzung der Nachrichtenfrequenz (Rate-Limiting), VPN-Erkennung, eine Sitzung pro Konto.
- Webcam: Der Videostrom wird weitergeleitet, nicht gespeichert und nicht automatisch analysiert. Die Moderation der Webcam beruht auf den Meldungen der Nutzer und auf den Moderatoren im Raum.
8.2 Meldeverfahren
Jede Nachricht und jedes Profil trägt einen Melden-Button. Wer kein Konto hat, meldet rechtswidrige Inhalte an safety@chatnow.fr. Wir bestätigen den Eingang einer Meldung innerhalb von 24 Stunden, entscheiden innerhalb von 7 Tagen und teilen der meldenden Person die Entscheidung mit Hinweis auf die Rechtsbehelfe mit. Nicht einvernehmlich geteilte intime Aufnahmen entfernen wir innerhalb von 48 Stunden. Das Verfahren ist auf der Seite Inhalte melden beschrieben; dort findest du auch Hilfe und Sicherheitstipps mit Beratungsstellen und Notrufnummern. Bei Verdacht auf eine Straftat, die das Leben oder die Sicherheit einer Person bedroht, informieren wir das Bundeskriminalamt (Art. 18 DSA).
8.3 Sanktionen
Bei einem Verstoß gegen diese AGB oder die Community-Regeln ergreifen wir nach billigem Ermessen unter Berücksichtigung der Umstände, insbesondere der Schwere des Verstoßes, deiner Vorgeschichte und der Gefahr für andere, eine oder mehrere der folgenden Maßnahmen, die wir sorgfältig, objektiv und verhältnismäßig anwenden (Art. 14 Abs. 4 DSA):
| Maßnahme | Dauer | Beispiele |
|---|---|---|
| Verwarnung | – | Erster leichter Verstoß: unangemessener Ton, Werbung im Chatraum |
| Löschung des Inhalts | – | Jeder Inhalt, der gegen die Regeln verstößt |
| Eingeschränkte Sichtbarkeit deiner Nachrichten | bis 7 Tage | Spam, wiederholte leichte Verstöße |
| Stummschaltung | 1 Stunde bis 7 Tage | Belästigung, Beleidigung, wiederholte Verstöße nach einer Verwarnung |
| Befristete Sperre des Kontos | 24 Stunden bis 90 Tage | Erhebliche oder wiederholte Verstöße: Bedrohung, Betrugsversuch, Umgehen einer Stummschaltung |
| Dauerhafte Sperre (Konto, IP-Adresse, Gerät) | unbefristet | Alles Sexuelle mit Bezug auf Minderjährige, Missbrauchsdarstellungen, nicht einvernehmlich geteilte intime Aufnahmen, Terrorpropaganda, Gewaltandrohungen, Sextortion, Menschenhandel; fortgesetzte Verstöße nach einer befristeten Sperre |
| Meldung an die zuständigen Behörden | – | Anhaltspunkte für eine Straftat; Missbrauchsdarstellungen immer |
8.4 Begründung, Anhörung und Neubescheidung
(1) Über jede Maßnahme informieren wir dich spätestens zu dem Zeitpunkt, zu dem sie wirksam wird, mit einer klaren und spezifischen Begründung (Art. 17 DSA): welche Maßnahme getroffen wurde und wie lange sie gilt, die Tatsachen und Umstände, ob die Entscheidung auf einer Meldung oder auf eigener Initiative beruht, die Rechtsgrundlage oder die Klausel dieser AGB, gegen die verstoßen wurde, ob automatisierte Mittel beteiligt waren, und die Rechtsbehelfe nach § 9. Zu jeder Maßnahme kannst du dich im Einspruchsverfahren nach § 9 äußern (Gegenäußerung); danach entscheiden wir neu und teilen dir das Ergebnis mit.
(2) Vor einer befristeten oder dauerhaften Sperre deines Kontos informieren wir dich vorab über die beabsichtigte Sperre und ihre Gründe und geben dir Gelegenheit zur Gegenäußerung, an die sich eine Neubescheidung anschließt. Das gilt nicht, wenn der Inhalt rechtswidrig ist oder Gefahr im Verzug besteht – insbesondere bei Inhalten mit sexuellem Bezug zu Minderjährigen, bei Cybergrooming, bei nicht einvernehmlich geteilten intimen Aufnahmen, bei Gewaltandrohungen, bei einer unmittelbaren Gefahr für Leib oder Leben oder auf Anordnung einer Behörde oder eines Gerichts. In diesen Fällen sperren wir sofort und holen die Anhörung im Einspruchsverfahren unverzüglich nach.
(3) Keine dauerhafte Sperre wird ausschließlich automatisiert verhängt; jede dauerhafte Sperre wird von einer menschlichen Prüferin oder einem menschlichen Prüfer bestätigt.
8.5 Schutz vor missbräuchlicher Verwendung (Art. 23 DSA)
(1) Nutzer, die häufig und offensichtlich rechtswidrige Inhalte bereitstellen, werden nach einer vorherigen Warnung für einen angemessenen Zeitraum von der Nutzung ausgeschlossen: beim ersten Mal 30 Tage, bei Wiederholung 90 Tage, danach dauerhaft. Als „häufig“ gilt, wenn innerhalb von 30 Tagen mindestens drei Inhalte desselben Nutzers als offensichtlich rechtswidrig entfernt wurden oder diese Inhalte einen erheblichen Teil seiner Beiträge ausmachen; wir berücksichtigen die absolute Zahl, den Anteil an allen Beiträgen, die Schwere und die Art der Inhalte sowie erkennbare Absichten.
(2) Personen, die häufig offensichtlich unbegründete Meldungen oder Beschwerden einreichen, setzen wir nach einer Warnung die Bearbeitung ihrer Meldungen und Beschwerden für 30 Tage, bei Wiederholung für 90 Tage aus. Offensichtlich unbegründet ist eine Meldung, die erkennbar keinen Verstoß beschreibt, die denselben bereits geprüften Inhalt ohne neue Tatsachen erneut meldet oder die ersichtlich dazu dient, einen anderen Nutzer zu schikanieren; für Beschwerden gilt § 9.5. Meldungen zu Missbrauchsdarstellungen, Cybergrooming und nicht einvernehmlich geteilten intimen Aufnahmen bearbeiten wir immer.
§ 9 Beschwerden, Einspruch und Streitbeilegung
(1) Dieser Paragraf beschreibt das interne Beschwerdeverfahren von ChatNow und die Wege, die dir danach offenstehen. Wir bieten das Verfahren freiwillig, in Anlehnung an Art. 20 und 21 DSA an: Als Kleinstunternehmen sind wir von diesen Artikeln befreit (Art. 19 Abs. 1 DSA), halten uns aber an ihre Garantien – kostenlos, elektronisch, sechs Monate, Prüfung durch einen Menschen, begründete Entscheidung. Unabhängig davon verlangt der Bundesgerichtshof von jedem Anbieter, der Inhalte entfernt oder Konten sperrt, dass er die betroffene Person informiert, den Grund nennt, ihr Gelegenheit zur Gegenäußerung gibt und danach neu entscheidet (Urteile vom 29. Juli 2021, III ZR 179/20 und III ZR 192/20). Genau das tun wir.
(2) Drei Begriffe, die wir auseinanderhalten: Eine Meldung richtet sich gegen einen Inhalt einer anderen Person (§ 8.2). Ein Einspruch – rechtlich eine Beschwerde nach Art. 20 DSA – richtet sich gegen eine Entscheidung von ChatNow, die dich betrifft. Eine Beschwerde nach Art. 53 DSA richtet sich gegen ChatNow selbst und geht an die Bundesnetzagentur (§ 9.6).
9.1 Gegen welche Entscheidungen du Einspruch einlegen kannst
Einspruch kannst du gegen jede der folgenden Entscheidungen einlegen, gleich ob sie auf eine Meldung oder auf unsere eigene Initiative zurückgeht und ob automatisierte Mittel beteiligt waren:
- Löschung einer Nachricht, eines Fotos, einer Sprachnachricht oder eines Profiltextes;
- eingeschränkte Sichtbarkeit deiner Nachrichten;
- Verwarnung oder Stummschaltung;
- befristete oder dauerhafte Sperre (Konto, IP-Adresse oder Gerät);
- Schließung deines Kontos;
- Ablehnung einer Meldung, die du eingereicht hast, oder Untätigkeit auf deine Meldung;
- Aussetzung der Bearbeitung deiner Meldungen wegen missbräuchlicher Nutzung (§ 8.5 Abs. 2).
Auch als Gast kannst du Einspruch einlegen. Nenne dann den Nutzernamen, den Chatraum und den Zeitpunkt der Entscheidung, damit wir den Vorgang finden; Gast-Inhalte werden 24 Stunden nach dem Verlassen gelöscht, die Moderationsakte bleibt 12 Monate erhalten.
9.2 So legst du Einspruch ein
Du kannst innerhalb von sechs Monaten nach Zugang der Entscheidung kostenlos und ausschließlich elektronisch Einspruch einlegen:
- Über den Link in der Begründung: Jede Entscheidung, die du erhältst, enthält ein Aktenzeichen und einen Link zum Einspruchsformular.
- Per E-Mail: contact@chatnow.fr – nenne das Aktenzeichen oder, wenn du keines hast, Nutzername, Chatraum und Zeitpunkt.
Schreib uns, welche Entscheidung du anfechtest und warum du sie für falsch hältst. Du kannst Screenshots oder andere Belege beifügen. Dein Einspruch muss hinreichend präzise und begründet sein; ein anwaltlicher Beistand ist nicht nötig. Du erhältst innerhalb von 24 Stunden eine Eingangsbestätigung mit Aktenzeichen.
9.3 So prüfen wir deinen Einspruch
Deinen Einspruch prüft eine andere menschliche Prüferin oder ein anderer menschlicher Prüfer als die Person, die die ursprüngliche Entscheidung getroffen hat. Die Prüfung erfolgt zeitnah, diskriminierungsfrei, sorgfältig und frei von Willkür, unter Aufsicht des Leiters Trust & Safety, Gérald A. Sie beruht niemals allein auf automatisierten Mitteln. Wir entscheiden innerhalb von 14 Tagen nach Eingang; brauchen wir in einem komplexen Fall länger, sagen wir dir vor Ablauf der Frist, warum und bis wann.
Der Einspruch ist deine Gelegenheit, dich zu den Vorwürfen zu äußern (Gegenäußerung); wann wir dich vor einer Kontosperre vorab anhören, regelt § 8.4 Abs. 2. Ein Einspruch hat keine aufschiebende Wirkung: Der entfernte Inhalt bleibt während der Prüfung entfernt, die Sperre bleibt wirksam. Legst du gegen die Ablehnung deiner Meldung Einspruch ein, bleibt der gemeldete Inhalt während der Prüfung sichtbar, sofern er nicht offensichtlich rechtswidrig ist.
9.4 Das Ergebnis
Du erhältst unsere Entscheidung mit Begründung: die Tatsachen, die angewandte Rechtsgrundlage oder die betreffende Klausel dieser AGB, der Hinweis, ob automatisierte Mittel bei der ursprünglichen Entscheidung beteiligt waren, und die weiteren Rechtsbehelfe (§ 9.6). Die Entscheidung ist auf Deutsch verfasst und trägt dein Aktenzeichen.
Hattest du recht, machen wir die Entscheidung unverzüglich rückgängig: Wir stellen den Inhalt wieder her, heben Stummschaltung, Sichtbarkeitsbeschränkung oder Sperre auf, reaktivieren dein Konto und korrigieren die Moderationsakte, damit die aufgehobene Entscheidung bei künftigen Beurteilungen nicht mehr gegen dich zählt. Bei einer zu Unrecht abgelehnten Meldung entfernen wir den gemeldeten Inhalt und informieren die betroffene Person nach Art. 17 DSA. Bleibt es bei der Entscheidung, erklären wir dir, warum. Du kannst uns jederzeit mitteilen, dass du keine weiteren Nachrichten zu diesem Vorgang erhalten möchtest.
9.5 Offensichtlich unbegründete Einsprüche und weitere Beschwerdewege
Ein Einspruch ist offensichtlich unbegründet, wenn er keine Gründe nennt, dieselbe bereits geprüfte Entscheidung ohne neue Tatsachen wiederholt anficht oder erkennbar nur dazu dient, das Verfahren zu belasten. Für die Aussetzung der Bearbeitung gilt § 8.5 Abs. 2; wir entscheiden von Fall zu Fall. Gegen die Aussetzung selbst kannst du Einspruch einlegen und dich an die Stellen des § 9.6 wenden.
- Altersverifikation: Wenn die Altersverifikation fehlschlägt, obwohl du volljährig bist, wiederhole sie oder wähle eine andere Methode des Verifikationsdienstes – ChatNow erhält von AgeVerif nur ein „Ja“ oder „Nein“ und besitzt keine Daten, die wir prüfen könnten. Eine interne Überprüfung des Ergebnisses ist deshalb nicht möglich. Einzelheiten: Altersverifikation.
- ChatNow Premium, Vertrag und Zahlung: Beschwerden zu ChatNow Premium, zum Widerruf oder zu einer Zahlung richtest du an contact@chatnow.fr. Deine Rechte stehen auf der Seite Widerrufsbelehrung und ChatNow Premium.
- Datenschutz: Für Anfragen zu deinen Betroffenenrechten (Auskunft, Löschung, Widerspruch) und für Beschwerden bei einer Datenschutzaufsichtsbehörde gilt der Abschnitt Deine Rechte der Datenschutzerklärung; Kontakt: privacy@chatnow.fr.
9.6 Außergerichtliche Streitbeilegung, Koordinator für digitale Dienste und Gerichte
Außergerichtliche Streitbeilegung. Wenn du mit unserer Entscheidung über deinen Einspruch nicht einverstanden bist – oder statt eines Einspruchs –, kannst du eine außergerichtliche Einigung anstreben. Wir bieten dies freiwillig, in Anlehnung an Art. 21 DSA, an. Du kannst dich an eine nach Art. 21 DSA zertifizierte Streitbeilegungsstelle wenden, die für ChatNow zuständig ist; die aktuelle Liste veröffentlicht die Europäische Kommission. Zertifizierte Stellen, die Verfahren auf Deutsch führen, sind zum Beispiel die User Rights GmbH (Berlin, zertifiziert durch die Bundesnetzagentur) und das Appeals Centre Europe (Dublin). Jede Stelle entscheidet nach ihren eigenen Verfahrensregeln, ob sie einen Fall annimmt; wir können dir nicht zusichern, dass eine bestimmte Stelle einen Streit mit ChatNow annimmt. Dieses Recht steht auch Personen zu, deren Meldung wir abgelehnt haben.
Wir arbeiten mit der von dir gewählten Stelle nach Treu und Glauben zusammen; Kontakt für Streitbeilegungsstellen: legal@chatnow.fr. Die Entscheidung der Stelle ist für beide Seiten nicht bindend; sie ergeht in der Regel innerhalb von 90 Kalendertagen. Für dich ist das Verfahren kostenlos oder kostet höchstens eine geringe Schutzgebühr. Entscheidet die Stelle zu deinen Gunsten, tragen wir ihre Gebühren und erstatten dir deine angemessenen Kosten; entscheidet sie zu unseren Gunsten, musst du uns nichts erstatten, es sei denn, du hast offensichtlich bösgläubig gehandelt. Die Stelle kann den Streit ablehnen, wenn er bereits entschieden wurde.
Beschwerde beim Koordinator für digitale Dienste. Wenn du glaubst, dass ChatNow gegen den DSA verstößt – etwa weil wir eine Meldung nicht bearbeitet, eine Entscheidung nicht begründet oder deinen Einspruch nicht geprüft haben –, kannst du dich nach Art. 53 DSA beim Koordinator für digitale Dienste beschweren. In Deutschland ist das die Bundesnetzagentur in Bonn; sie ist zentrale Beschwerdestelle nach § 20 DDG und stellt ein Beschwerdeportal unter https://www.dsc.bund.de/ bereit. Die Bundesnetzagentur prüft, ob wir unsere Pflichten einhalten; sie entscheidet nicht über einzelne Inhalte und kann sie weder löschen noch wiederherstellen. Du kannst dich dort auch beschweren, ohne vorher Einspruch bei uns eingelegt zu haben.
Verbraucherschlichtung. Hinweis nach § 36 des Verbraucherstreitbeilegungsgesetzes (VSBG): Skyline Online LLC ist nicht bereit und nicht verpflichtet, an Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle teilzunehmen. Dieser Hinweis betrifft vertragliche Streitigkeiten, etwa zu ChatNow Premium. Die außergerichtliche Streitbeilegung zu Moderationsentscheidungen bleibt davon unberührt.
Gerichtlicher Rechtsweg. Keiner der hier beschriebenen Wege schränkt dein Recht ein, ein Gericht anzurufen – vor, während oder nach einem Einspruch oder einer Streitbeilegung. Als Verbraucherin oder Verbraucher mit gewöhnlichem Aufenthalt in Deutschland kannst du Skyline Online LLC vor dem Gericht deines Wohnsitzes verklagen; diese AGB enthalten keine Gerichtsstandsklausel, die dir diesen Weg nimmt. Zustellungen in Verfahren vor deutschen Gerichten wegen der Verbreitung rechtswidriger Inhalte können an unseren Zustellungsbevollmächtigten im Inland (§ 21 Abs. 2 JMStV) bewirkt werden; seine Anschrift und die unseres gesetzlichen Vertreters in der EU (Art. 13 DSA) stehen im Impressum. Anwaltliche Zuschriften erreichen uns unter legal@chatnow.fr.
§ 10 Haftung
(1) Der Anbieter haftet unbeschränkt für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit, für Schäden, die auf Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit des Anbieters, seiner gesetzlichen Vertreter oder Erfüllungsgehilfen beruhen, für arglistig verschwiegene Mängel, im Rahmen einer übernommenen Garantie sowie nach dem Produkthaftungsgesetz.
(2) Bei leicht fahrlässiger Verletzung wesentlicher Vertragspflichten haftet der Anbieter nur für den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden. Wesentliche Vertragspflichten sind Pflichten, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung du regelmäßig vertrauen darfst.
(3) Im Übrigen ist die Haftung des Anbieters ausgeschlossen. Die gesetzliche Beweislast bleibt unberührt.
(4) Der Anbieter haftet nicht für Inhalte anderer Nutzer, von denen er keine Kenntnis hat; er handelt nach Kenntnis rechtswidriger Inhalte zügig nach § 8 (Art. 6 DSA).
(5) Verletzt du schuldhaft diese AGB oder die Community-Regeln und nehmen Dritte deswegen den Anbieter in Anspruch, stellst du den Anbieter von den berechtigten Ansprüchen dieser Dritten und den erforderlichen Kosten der Rechtsverteidigung frei, soweit du die Pflichtverletzung zu vertreten hast.
§ 11 Datenschutz
Wie wir personenbezogene Daten verarbeiten, welche Auftragsverarbeiter und Empfänger beteiligt sind, wie lange wir Daten speichern und welche Rechte du hast, steht in der Datenschutzerklärung (deine Rechte: Deine Rechte; Cookies: Cookies). Verantwortlicher ist Skyline Online LLC; den Vertreter in der Union gemäß Art. 27 DSGVO und die Datenschutzbeauftragte oder den Datenschutzbeauftragten nennt das Impressum. Anfragen zum Datenschutz richtest du an privacy@chatnow.fr.
§ 12 Werbung
(1) ChatNow finanziert sich unter anderem durch Werbung. Jede Werbung ist als „Anzeige“ oder „Werbung“ gekennzeichnet, und die Person oder das Unternehmen, in deren Auftrag sie erscheint, ist erkennbar (§ 6 Digitale-Dienste-Gesetz, DDG).
(2) Werbenetzwerke Dritter werden erst geladen, wenn du in die Verarbeitung deiner Daten zu Werbezwecken eingewilligt hast; ohne Einwilligung wird kein Werbe-Tag ausgeführt. Werbenetzwerke erhalten weder den Chatraum, in dem du dich befindest, noch dein Geschlecht oder deinen Standort. Wir zeigen keine Werbung auf Grundlage besonderer Kategorien personenbezogener Daten (Art. 9 DSGVO), insbesondere nicht auf Grundlage der sexuellen Orientierung. Deine Einwilligung kannst du jederzeit in den Cookie-Einstellungen widerrufen; das ist so einfach wie die Erteilung.
§ 13 ChatNow Premium
(1) Mitglieder können ChatNow Premium erwerben: zusätzliche Funktionen in der Chat-Anwendung, die im Bestellvorgang im Einzelnen beschrieben sind. Premium gilt für einen Monat ab Vertragsschluss und endet danach automatisch; es verlängert sich nicht, und es wird nichts erneut abgebucht. Premium ist eine digitale Dienstleistung im Sinne des § 327 Abs. 2 Satz 2 BGB. Verkäufer ist Skyline Online LLC; auf deinem Kontoauszug erscheint „SKYLINE-ONLINE“.
(2) Es gilt der im Bestellvorgang angezeigte Gesamtpreis einschließlich 19 % Umsatzsteuer (§ 3 Preisangabenverordnung). Die Zahlung erfolgt per Karte über den Zahlungsdienstleister Stripe; ChatNow sieht deine Kartendaten zu keinem Zeitpunkt.
(3) Unmittelbar bevor du bestellst, zeigen wir dir die wesentlichen Merkmale, den Gesamtpreis, die Laufzeit und die Bedingungen der Beendigung in hervorgehobener Weise (§ 312j Abs. 2 BGB). Der Vertrag kommt nur zustande, wenn du die Schaltfläche „zahlungspflichtig bestellen“ betätigst. Nach Vertragsschluss erhältst du per E-Mail eine Bestätigung des Vertrags mit diesen AGB, der Widerrufsbelehrung und dem Muster-Widerrufsformular auf einem dauerhaften Datenträger (§ 312f BGB).
(4) Dir steht ein Widerrufsrecht von vierzehn Tagen zu. Du kannst es über die Widerrufsfunktion „Vertrag widerrufen“ in deinem Konto (§ 356a BGB) oder in jeder anderen eindeutigen Erklärung ausüben. Die Widerrufsbelehrung, das Muster-Widerrufsformular, die Voraussetzungen des Erlöschens und die Kündigung sind auf der Seite Widerrufsbelehrung und ChatNow Premium geregelt.
§ 14 Änderungen dieser AGB
(1) Wir ändern diese AGB nur aus folgenden Gründen: Änderung der Gesetze oder der Rechtsprechung, Anordnung oder Empfehlung einer zuständigen Behörde, Einführung, Änderung oder Einstellung von Funktionen, Anforderungen der Sicherheit oder des Jugendschutzes, Schließung von Regelungslücken oder Beseitigung von Unklarheiten. Die Hauptleistungspflichten und – bei Premium – das Verhältnis von Leistung und Preis eines laufenden Vertrags ändern wir auf diesem Weg nicht.
(2) Wesentliche Änderungen kündigen wir dir mindestens sechs Wochen vor ihrem Wirksamwerden in Textform an – Mitgliedern per E-Mail, allen Nutzern durch einen Hinweis in der Chat-Anwendung und auf dieser Seite – und nennen die Gründe und den Inhalt der Änderung (Art. 14 Abs. 2 DSA). Die geänderte Fassung wird für dich nur wirksam, wenn du ihr bei der nächsten Anmeldung nach dem Wirksamwerden aktiv zustimmst. Schweigen oder die bloße Weiternutzung gelten nicht als Zustimmung; eine Zustimmungsfiktion gibt es nicht.
(3) Stimmst du nicht zu, kannst du den Vertrag jederzeit kostenlos kündigen (§ 15). Bis zur Zustimmung oder Kündigung gilt die bisherige Fassung; ist die Weiternutzung unter der bisherigen Fassung aus rechtlichen Gründen nicht möglich, endet der Vertrag mit Ablauf der Ankündigungsfrist, und ein bereits gezahlter Premium-Preis wird für die restliche Laufzeit anteilig erstattet.
§ 15 Kündigung und Löschung des Kontos
(1) Als Gast endet der Vertrag, wenn du den Chat verlässt. Als Mitglied kannst du den Vertrag jederzeit ohne Frist kündigen, indem du dein Konto in den Einstellungen der Chat-Anwendung löschst oder uns in Textform an contact@chatnow.fr schreibst. Deine Inhalte werden innerhalb von 30 Tagen gelöscht oder anonymisiert; gesetzliche Aufbewahrungspflichten bleiben unberührt.
(2) Wir können den Vertrag über ein kostenloses Konto mit einer Frist von 14 Tagen in Textform kündigen.
(3) Aus wichtigem Grund (§ 314 BGB) können beide Seiten fristlos kündigen. Ein wichtiger Grund liegt für uns insbesondere bei einem Verstoß vor, der nach § 8.3 eine dauerhafte Sperre rechtfertigt. Vor einer Kündigung wegen einer Pflichtverletzung gelten die Anhörungsregeln des § 8.4; eine Abmahnung ist entbehrlich, wenn besondere Umstände die sofortige Kündigung rechtfertigen (§ 314 Abs. 2 Satz 3 BGB).
(4) Endet ein Konto während der Laufzeit von Premium durch unsere Kündigung oder eine dauerhafte Sperre, erstatten wir den auf die restliche Laufzeit entfallenden Anteil des Gesamtpreises, es sei denn, du hast den Grund der Beendigung vorsätzlich oder grob fahrlässig herbeigeführt. Kündigst du selbst, endet Premium mit dem bezahlten Monat; weitergehende gesetzliche Ansprüche bleiben unberührt.
(5) Für alle Erklärungen der Nutzer genügt die Textform (§ 126b BGB); eine strengere Form verlangen wir nicht.
§ 16 Schlussbestimmungen
(1) Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts. Bei Verbrauchern gilt diese Rechtswahl nur, soweit dem Verbraucher dadurch nicht der Schutz entzogen wird, der ihm durch zwingende Bestimmungen des Rechts des Staates seines gewöhnlichen Aufenthalts gewährt wird.
(2) Zur Verbraucherschlichtung (§ 36 VSBG) und zur außergerichtlichen Streitbeilegung siehe § 9.6.
(3) Die Unwirksamkeit einzelner Bestimmungen berührt die Wirksamkeit der übrigen nicht (§ 306 BGB).
(4) Die maßgeblichen Gesetzestexte sind öffentlich zugänglich: Bürgerliches Gesetzbuch (BGB), Verordnung (EU) 2022/2065 (DSA), Digitale-Dienste-Gesetz (DDG).
(5) Diese AGB gelten in der Version 1.0 ab dem 25. September 2026. Fragen zu diesen AGB beantwortet die Kontaktstelle unter Kontakt.